Biopolymere Verpackungsfolien:
mehr Nachhaltigkeit in der Folienverpackung!
Für mehr Nachhaltigkeit im Verpackungsprozess geht es bei den Biofolien als Packmitteln vor allem um zwei "biokompatible" Richtungen. Zum einen gibt es biologisch abbaubare Verpackungsmaterialien, die unter industriellen Bedingungen kompostiert werden können. Zum anderen gibt es auch Verpackungsmaterialien aus nachwachsenden, erneuerbaren Rohstoffen, wie etwa Mais (Stärke) als natürlichem Rohstoff für viele Bioplaste. Beide Kathegorien werden als biokompatibel bezeichnet und gelten als nachhaltige Strategien in der Verpackung. Einige Biopolymere erfüllen auch beide Eigenschaften und sorgen so für besonders nachhaltiges Verpacken. Um die Abhängigkeit von fossil basierten, petrochemischen Verpackungsmaterialien (Folien) zu verringern, ist man im Packmittelbereich seit längerem bestrebt, diese durch biopolymere Materialien zu ersetzen.
PLA (Poly Lactid Acid)
Mit über 40% am aktuellen Marktvolumen hat PLA den größten Anteil im Markt der Biokunststoffe. Dieser Bio-Kunststoff kann aus dem jährlich erneuerbaren Rohstoff Stärke gewonnen werden, in erster Linie aus Mais, Zuckerrüben oder Kartoffeln. Zudem ist PLA durch biologischen Abbau industriell kompostierbar.
Eigenschaften von PLA
PLA ist von Haus aus sehr klar und transparent. Für viele Anwendungen aus dem Foodsektor (z.B. Gemüse, Obst oder Backwaren) ist die recht hohe Transparenz und Klarheit der PLA-Folie sehr zum Vorteil und unterstützt eine „frische“ Produktanmutung. Zudem weist PLA sehr gute Barriereeigenschaften gegenüber Ölen und Fetten auf.
PLA ist steif und knisternd, Folienfaltung und Umlenken in Falteinheiten und Formschultern ist nicht ohne sichtbare Strukturschäden in der Verpackungsfolie möglich, was bisher mit dem gängigen Equipment an Verpackungsmaschinen zu einer inakzeptablen Verpackungsoptik führte. Es galt ein neues Folienverpackungssystem zu entwickeln, das mit biopolymeren PLA-Folien zum einen eine ansprechende Optik beim Verpackungsergebnis ermöglicht und zum
anderen auch eine ausreichende Verpackungsgeschwindigkeit für vollautomatische Produktionsprozesse bringt.
Als Ergebnis dieser Entwicklungsarbeit präsentiert Kallfass den neuen Servo Packer 500 erstmals im Mai auf der Interpack in Düsseldorf:
Eine kontinuierliche vollautomatische Folienverpackungsanlage für Folienvolleinschlag mit Hilfe von zwei Flachfolien, die durch das kontinuierliche Prinzip auch den erforderlichen Leistungsbereich für vollautomatische industrielle Produktion mit biopolymeren Folien eröffnet.

Die innovative Bedeutung dieses Kallfass-Entwicklungsprojektes wurde übrigens auch vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie bestätigt und dank der hohen zukünftigen Relevanz im Rahmen des ZIM Projektes gefördert.
Zertifizierung von Biofolien und Symbolik
| Kompostierbarkeit | |
| Kompostierbar (unter industriellen Bedingungen) Deutschland gemäß EN 13432 |
![]() | Kompostierbar (unter industriellen Bedingungen) Belgien gemäß EN 13432 |
![]() | Kompostierbar (unter industriellen Bedingungen) |
Kompostierbar (unter nicht industriellen Bedingungen) | |
| Nachwachsende Rohstoffe | |
| Beschreibt den biobasierten Anteil im Packmittel. |






